Rapolder zuversichtlich
Christoph Römer
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Der Trainer des 1.FC Kölns, Uwe Rapolder, äußerte sich in einem Inteview mit dem kicker zuversichtlich über die Chancen der Geißbock-Elf, den Klassenerhalt zu sichern. Nach Rapolder macht die Mannschaft im Training einen guten Eindruck und ist fit für die Bundesliga.
Man kann es sich nur wünschen, dass nach den verkorksten Saisons unter Lienen, Funkel, Koller und letztlich auch Stevens endlich mal ein neuer Wind weht. Gewiss, es waren bei den genannten auch ein paar Aufstiegstrainer dabei. Nur sollte man sich doch, dem kölschen Naturell folgend, endlich einmal höhere Ziele stecken, als eine ständige Fahrstuhlmannschaft zu bleiben.
Vielleicht gelingt es "uns" ja, mit Jungstars wie Lell, Achenbach, Matip, Sinkiewicz, Streit, Podolski oder Feulner einen ähnlichen Erfolg zu haben, wie die verjüngte Nationalmannschaft.
Zumindest in punkto Trikot (siehe Bild) ist ein deutlicher Aufwärtstrend festzustellen!
siehe auch: Bundesliga | Vereine
Mika Ashtarak
Christoph Römer
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Wer kennt den FC Mika Ashtarak? Eine solche Frage würde sich nur für ein Quiz unter absoluten Hardcore-Fußballfans eignen. Doch bald werden tausende Mainzer diesen Verein näher kennenlernen. Denn der FSV Mainz 05 trifft in der ersten Runde des UEFA-Pokals auf den armenischen Tabellenzweiten aus Ashtarak. Im letzten Jahr waren die Armenier nur knapp an Honved Budapest gescheitert (0:1 und 1:1), es wird also keine leichte Aufgabe. Zudem läuft die armenische Saison bereits seit einigen Spieltagen, d.h. die Jungs aus Ashtarak (Eriwan) dürften zumindest in Form sein.
Schadenfreude hin, Schadenfreude her - ich gönne den Mainzern, die unter vollkommen fadenscheinigen Begründungen überhaupt erst hatten antreten können, einen solch unattraktiven Gegner. Und fast wäre mir herausgerutscht, dass ich dem Karnevalsverein auch noch gönne, dass sie nach einem 1:2 im Hinspiel, zuhause nicht über ein 0:0 hinauskommen. Wohlgemerkt: fast!
Aufbau Ost
Christoph Römer
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Wer ist der aktuelle Aufsteiger aus der 3. Leipziger Kreisklasse in die 2. Kreisklasse? Muss man nicht wissen? Vielleicht doch! Es handelt sich nämlich um den 1. FC Lokomotive Leipzig einen der großen Traditionsvereinen im Osten Deutschland. Mit 316:13 Toren und einer Bilanz von 26-0-0 Spielen hat Lok in dieser Saison souverän die Staffel gewonnen. Und das lag nicht allein an Gastauftritten von Lothar Matthäus oder auch Bernd Hobsch, um nur einige zu nennen.
In früheren Tagen gewann der 3-malige deutsche Meister, 4-malige DDR-Pokalsieger und Europacup-Finalist von 1987, viele seiner Spiele in der DDR-Oberliga, nahm x-mal an europäischen Wetttbewerben teil und spielte oftmals vor ausverkauftem Haus.
Leipzig ist nur die spektakulärste von vielen traurigen Geschichten, in denen Traditionsvereine aus der ehemaligen DDR den Anforderungen des Profifußballs ökonomisch nicht gewachsen waren. Wirft man einen Blick auf die Abschlusstabelle der DDR-Oberliga so finden sich dort Vereine wie Stahl Brandenburg (mittlerweile in der fünften Liga), der Hallesche FC (4. Liga) oder auch der ehemalige Europokalfinalist Carl-Zeiss Jena (Aufsteiger in die 3. Liga).
In Bundesliga Eins hat nach vielen Jahren mit Hansa Rostock der letzte verbliebene Ostverein die Segel streichen müssen. In Liga Zwei spielten lediglich Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden auf den Plätzen 7 und 8 eine halbwegs erfolgreiche Saison.
Der Grund für die Misere der Ostvereine liegt zu einem großen Teil an mangelnder Wirtschaftskraft, hat aber nach Ansicht von FIFA-Präsident Sepp Blatter auch mit einem Mangel an Solidarität zu tun. In der Rhein-Zeitung äußerte Blatter sein Bedauern darüber, dass am WM-Standort Leipzig lediglich ein Viertligist als stärkste Mannschaft zu finden ist.
Die Idee, die er äussert, klingt recht gut: Warum sollten Bundesligisten nicht Spieler bei den Ostklubs "parken" und ihnen dort auf Leihbasis Spielpraxis verschaffen. Eigene Amateurmannschaften würden dadurch zwar an Stärke verlieren, was letztlich für den Zuschauer keinen Verlust darstellt. Eine solche Maßnahme würde auf lange Sicht auch die unteren Ligen wieder attraktiver machen und die vielen langweiligen Begegnungen zwischen Bundesliga-Amateuren zustande kommen lassen.


