Reformen in der Bundesliga?
Christoph Römer
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Beginnt am Freitag, den 1. Juli, eine neue Ära in der Bundesliga? An diesem Tag tritt Christian Seifert die Nachfolge Wilfried Straub als Vorsitzender der Geschäftsführung in der DFL an.
Der kicker hat mit Seifert gesprochen und einige sehr interessante Informationen bekommen. So ist Seifert der Auffassung, dass die Bundesliga an einem "Scheideweg" steht. Denn verglichen mit den TV-Geldern, die in England oder Italien fließen, sind die momentan gezahlten 300 Millionen Euro (geplant sind 500 Millionen für 2006), regelrecht "Peanuts" (um es mit Hilmar Kopper zu sagen).
Das ist einerseits ja durchaus nachvollziehbar. Denn mehr Geld bedeutet
letztlich auch mehr Stars und eventuell auch attraktiveren Fußball. Nur
was wäre der Preis? Wenn Seifert sagt: "Wir müssen sehr offen bereit
sein, über Spieltage, Anstoßzeiten und TV-Partner nachzudenken." meint
er damit dann ja auch eine Vermarktung im Pay-TV, im Internet und
Spieltage, die sich über eine ganze Woche ziehen. Die Winterpause wäre
dann auch passe.
Die Folge wird ein totaler Fußball-Overkill sein. Dazu werden viele
Fans keine Lust haben, an einem Montag oder Dienstag abend ins Stadion
zu pilgern. Und die gute alte Tradition, dass ein Fußballspiel Samstags
um 15:30 angepfiffen wird, würde auch erlöschen.
Eigentlich schade!
siehe auch: Bundesliga
Rapolder zuversichtlich
Christoph Römer
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Der Trainer des 1.FC Kölns, Uwe Rapolder, äußerte sich in einem Inteview mit dem kicker zuversichtlich über die Chancen der Geißbock-Elf, den Klassenerhalt zu sichern. Nach Rapolder macht die Mannschaft im Training einen guten Eindruck und ist fit für die Bundesliga.
Man kann es sich nur wünschen, dass nach den verkorksten Saisons unter Lienen, Funkel, Koller und letztlich auch Stevens endlich mal ein neuer Wind weht. Gewiss, es waren bei den genannten auch ein paar Aufstiegstrainer dabei. Nur sollte man sich doch, dem kölschen Naturell folgend, endlich einmal höhere Ziele stecken, als eine ständige Fahrstuhlmannschaft zu bleiben.
Vielleicht gelingt es "uns" ja, mit Jungstars wie Lell, Achenbach, Matip, Sinkiewicz, Streit, Podolski oder Feulner einen ähnlichen Erfolg zu haben, wie die verjüngte Nationalmannschaft.
Zumindest in punkto Trikot (siehe Bild) ist ein deutlicher Aufwärtstrend festzustellen!
siehe auch: Bundesliga | Vereine
Bald noch mehr Spiele?
Christoph Römer
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Spanien hat sie, England auch und nun bald auch Deutschland?
Vor dem Endspiel des Confed-Cups beraten, dem kicker zufolge, die momentan 36 Proficlubs in Frankfurt über die Einführung einer 20er Liga, sowohl für Bundesliga Eins, als auch Bundesliga Zwei. Der Antrag kam im übrigen vom Vorstandsvorsitzenden des Aufsteigers Eintracht Frankfurt, Heribert Bruchhagen.
Man darf gespannt sein, ob ein solcher Vorstoss insbesondere bei den
Vereinen, die in der Champions-League antreten gut ankommt. Seitens der
DFL wurde bereits errechnet, dass eine Erweiterung für die Vereine mit
52 Millionen Euro Mehraufwand für Prämien, Reisekosten etc. zu Buche
schlagen würde.
Ich fände es viel sinnvoller, mal über die Einführung einer
eingleisigen dritten Liga nachzudenken und dann die Amateurabteilungen
der Profivereine auszuschließen. Diese könnten in einer eigenen Liga
gegeneinander spielen und wir hätten auch in Liga 3 tolle Duelle, die
sicherlich auch Fernsehzuschauer locken würden.
siehe auch: Bundesliga
So startet die Bundesliga
Christoph Römer
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Kaum ist der Confed-Cup, zumindest für die Deutsche Nationalmannschaft, gelaufen, nimmt die gute alte Bundesliga wieder den ersten Platz ein. Seit gestern stehen nun auch die ersten Paarungen fest. Das Auftaktspiel bestreiten traditionell der Meister Bayern München gegen den alten Rivalen aus den 70er Jahren, Borussia Mönchengladbach. Der 1.FC Köln, der ja bereits vor ein paar Tagen mit der Saisonvorbereitung begonnen hatte, geniesst zu Beginn Heimrecht und kann gegen UEFA-Cup Teilnehmer Mainz 05 direkt zeigen, wer am Rhein das Sagen hat.
Am zweiten Spieltag kommt es dann direkt zu zwei Krachern: Die Bayern
treten in Leverkusen an und im Ruhrpott kommt es zum immer jungen Duell
zwischen dem BVB und dem FC Schalke 04. Die Kölner haben direkt ein
schweres Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.
Saisonstart ist am 05.August. Ich bin mal gespannt, was sich bis dahin noch an Transfers so alles tut. Einen guten Überblick über die einzelnen Spiele liefert allesaussersport.de
siehe auch: Bundesliga
Jeder mag die Bayern
Christoph Römer
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Von wegen "Zieht den Bayern die Lederhosen aus". Der Verein der Beckenbauers, Hoeness und Co´s ist der Beliebteste im ganzen Land. Das hat eine Umfrage der Sport und Markt Communication Research ergeben. Die Bayern kamen damit auf einen SPD-verdächtigen Wert von 21 Prozent.
Auf den Plätzen dahinter landeten Borussia Dortmund (9 Prozent) sowie Schalke 04 (7 Prozent). Bezeichnenderweise sind es nur die Clubs, die andauernd in den Medien vertreten sind und in den letzten Jahren den größten Erfolg verzeichnen konnten.
Es fragt sich, wie langfristig, bzw. wie wechselhaft die Bindungen der
Befragten zu den jeweiligen "Lieblingsvereinen" wirklich ist.
Die folgenden Plätze teilen sich Werder Bremen, der VfB Stuttgart, der
HSV sowie (man höre und staune) der 1.FC Köln. Würde der Geißbock-Club
diesen hervorragenden Platz 4-7 auch in der kommenden Bundesliga-Saison
belegen, wäre ich schon hochzufrieden!
siehe auch: Bundesliga
Die neue Operettenliga?
Christoph Römer
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Erinnert sich noch jemand an den Begriff der "Operettenliga"? So wurden in den 80er und 90er Jahren die österreichische Liga aber auch andere nicht so starke Ligen genannt, weil dort gerne mal Altstars in Rente gingen. Ob seinerzeit Beckenbauer bei Cosmos New York, Rummenigge bei Servette Genf oder demnächst Alexander Zickler bei Casino Salzburg. Oder Effenberg und Basler in Katar - immer galt es einen gut bezahlten und ruhigen Lebensabend zu geniessen.
Das aber nun auch die Bundesliga auf dem Weg zu einer solchen
Operettenliga ist, war mir neu. Gewiss: In den 90er Jahren kickten
schon Spieler vom Rang eines Igor Schalimow oder auch Belakow in Liga
Eins, doch handelte es sich da in gewisser Weise doch eher um
"B-Prominente" (man verzeihe mir diesen Ausdruck). Als aber gegen Ende
der abgelaufenen Saison der langjährige Stürmerstar von Ajax Amsterdam,
Jari Litmanen, nach Rostock wechselte, habe ich mir schon verwundert die Augen gerieben. Aber okay: Der Mann ist ja auch schon 34!
Nun setzt die Bundesliga eventuell noch einen drauf: Wie n-tv berichtet, steht der portugiesische Weltklassemann Luis Figo kurz vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart.
Wir erinnern uns: Der Luis Figo, der bei Real Madrid lange Zeit mit
Zidane, Raul, Beckham und Ronaldo in einer Mannschaft gespielt hatte.
Der Luis Figo, der 2001 zum Weltfußballer gekürt wurde.
Man darf gespannt sein, wie dem launischen Kicker die schwäbische Provinz bekommt.
Ach ja, Figo wird in diesem Jahr 33 Jahre alt.
(Foto: EPA/AFP)
siehe auch: Bundesliga
Der Countdown läuft
Christoph Römer
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Bald ist es endlich wieder soweit! Am 05. August startet die neue Bundesliga Saison! Vorbei die Zeit, in der man sich mit der (durchaus unterhaltsamen) "Ersatzdroge" Confed-Cup zufrieden geben musste. Nun kann endlich wieder mit Herz Fußball geguckt und mit dem eigenen Verein mitgefiebert werden.
Am heutigen Donnerstag hat mit dem 1.FC Köln der erste Verein mit der Saisonvorbereitung begonnen. Vielleicht bewahrheitet sich ja der Satz "Der Frühe Vogel fängt den Wurm" und die Kölner sichern schon bald den Klassenerhalt. Danach geht es dann, überraschend aber nicht unverdient, in den UEFA-Cup. Alle Neuzugänge, wie Lurling, Schlicke, Grammozis, Matip, Helmes etc. schlagen ein und werden zu Stammspielern.
Ach ja, Clubfußball ist schon etwas Schöneres als die Nationalelf.
Doch auch abseits des eigenen Vereins darf man gespannt sein. Wie wird Trappatoni in Stuttgart zurechtkommen? Werden die Bayern wieder durchmarschieren? Wie wird sich der ewige Hitzfeld Assistent Henke als Cheftrainer des 1.FC Kaiserslautern machen? Werden die Mainzer, Leverkusener und Gladbacher endlich absteigen?
Fragen über Fragen auf deren Beantwortung ich mich jetzt schon freue!
siehe auch: Bundesliga
Fair Play oder auch nicht
Christoph Römer
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Es ist schon einige Jahre her, seitdem im altehrwürdigen Frankfurter Waldstadion zum letzen Mal ein Europapokalspiel statt gefunden hatte. Nun hat sich der FSV Mainz 05 mit der Mainmetropole geeinigt, seine UEFA-Cup Heimspiele in der neuen "Commerzbank Arena" auszurichten.
Als vor knapp zwei Wochen feststand, dass Mainz 05 in den UEFA-Cup einzieht, herrscht nicht nur beim "Karnevalsverein" helle Freude. Ein Außenseiter, noch dazu ein in den Augen des Fußballfans so sympathischer, wird immer gern gesehen. Fraglich ist nur, warum der DFB ausgerechnet die Mainzer nominiert hat.
Denn eigentlich hätte, gemessen an der Anzahl der gelben und roten Karten, Hannover 96 nominiert werden müssen. Seitens der DFL haben andere Faktoren den Ausschlag gegeben. Interessanterweise werden diese aber nicht veröffentlicht. Nach meinem Dafürhalten ist es eine Farce, letztlich grundlos einen solch traditionslosen Verein wie die Mainzer ins internationale Rennen zu schicken. Hannover 96 wurde zweimal Deutscher Meister (1938 und 1954), Deutscher Pokalsieger (1992) und spielte Jahrzehntelang in Liga Eins. Dazu kommt, dass die Hannoveraner seit eh und je auf eine treue Fangemeinde und verzeichnete in der abgelaufenen Saison einen Zuschauerschnitt von 36.205. Die Mainzer dagegen, kickten vor ein paar Jahren noch vor 3.000 Zuschauern am tristen Lehmweg gegen Vereine wie Wormatia Worms oder den TUS Koblenz.
Da muss man sich beherrschen, nicht in Verschwörungstheorien zu verfallen. Liegt es daran, dass man dem Noch-Kanzler keinen Triumph seines Heimvereins gönnt? Oder an der Nähe des ZDF, das ja auch UEFA-Cupspiele überträgt? Die Gedanken sind ja bekanntlich frei ...
(Bild: http://www.telco.de)
siehe auch: Bundesliga
Vereine überschuldet
Christoph Römer
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Wie der kicker heute vermeldete, haben alle Vereine der ersten und zweiten Bundesliga die Lizenz erteilt bekommen. Dabei hatte insbesondere der einstige Champions-League Gewinner Borussia Dortmund lange zittern müssen. Die Dortmunder hatten noch vor ein paar Wochen verlauten lassen, dass sie für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus von 78,2 Millionen Euro rechnen.
Doch sei die Liquidität des Vereins aufgrund der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen zumindest mittelfristig gesichert.Erstaunlich erscheint mir, dass es mittlerweile gang und gäbe ist, dass sich Vereine verschulden. Einem Bericht des Fernsehmagazins Frontal 21 zufolge, hatte In derabgelaufenen Bundesliga-Saison kein einziger Vereine eine "weiße Weste". Bezeichnenderweise stand mit dem SC Freiburg, der mit 2,2 Millionen Euro noch die geringsten Verbindlichkeiten aufwies, schon Wochen vor Saisonschluss der erste Absteiger fest.
Ein Blick ins europäische Ausland bestätigt die Hypothese, das solides Wirtschaften meist nichts mit sportlichem Erfolg zu tun hat. In Spanien, dem momentanen Spitzenreiter in der UEFA-5-Jahreswertung, stehen die Vereine der ersten und zweiten Division zusammen mit sage und schreibe 1,6 Milliarden(!) Euro auch in Sachen Schulden an der Spitze. Allein der ruhmreiche FC Barcelona bringt es auf 218 Millionen Euro. Dabei spielen in den Reihen der Katalanen so namhafte Spieler wie Edmilson, Ronaldinho oder auch Eto´o, um nur einige zu nennen.
siehe auch: Bundesliga
Aus Profis werden Fußballer ...
Christoph Römer
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... zumindest schreibt es so der Tagesspiegel, namentlich Herr Hönicke.
Hintergrund sind die zahlreichen Wechsel von Nationalspielern wie Thorsten Frings (von Bayern München zurück nach Bremen), Mike Hanke (von Schalke nach Wolfsburg), Thomas Brdaric (von Wolfsburg nach Hannover) oder auch Thomas Hitzlsperger (vom englischen Premier-Ligisten Aston Villa zum VfB Stuttgart).
An sich nichts Spektakuläres sollte man meinen. Denn gewechselt wird immer und warum sollte man sich nicht für ein vermeintlich attraktive(re)s Angebot entscheiden?
Die Conclusio, die im Tagesspiegel gezogen wird, verwundert dann aber doch. "Reich werden sie alle nicht werden bei ihren neuen Klubs – aber vielleicht WM-Spieler." kann man dort vernehmen
und fragt sich, wo denn da auf einmal die Maßstäbe für Reichtum liegen.
Mit einem geschätzten Jahreseinkommen von mindestens einer Million Euro (auf der nach oben offenen "Richterskala") können die genannten Spieler wohl auch bei ihren neuen Arbeitgebern rechnen. Von einem gesteigerten Marktwert - sofern man dann regelmässig aufläuft- mal ganz zu schweigen. Von solch einem Salär kann man sicherlich mehr als nur ganz gut leben. Es sei Ihnen gegönnt.
Aber es ist mehr als blauäugig, den Spielern das "11 Freunde" - Syndrom und eine Rückkehr zu den "wahren Tugenden" des Fußballsports zu unterstellen. Denn rechnen können die sicherlich auch ....
Hier geht´s zum Artikel im Tagesspiegel.
siehe auch: Bundesliga


